Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
Zur DSEM Chess960 bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
CTTC-Seminare
08.07.-09.07.2023 Mittelspiel-Strategie - einfach konkret verstehen! GM Michael Prusikin Bericht
02.12.-03.12.2023 Unwiderstehlich angreifen - filigran verteidigen GM Artur Jussupow Bericht
13.01.-14.01.2024 Typische Bauernstrukturen GM Michael Prusikin Bericht
06.07.-07.07.2024 Ein komplettes Weißrepertoire mit 1.e4 GM Michael Prusikin Anmelden
TopTurniere
„Hingehen, hinsetzen, gut spielen“
Viswanathan Anand im Zeit-Interview / Was wünschen Sie Vishy?
30.10.2013 - Noch benötigt man beide Hände, um die Tage bis zum Start der Schachweltmeisterschaft 2013 an den Fingern abzählen zu können. Am 09. November um 10:30 Uhr unserer Zeit werden Weltmeister Viswanathan Anand und Herausforderer Magnus Carlsen uns Schachfans und auch sich selbst erlösen und die erste Partie um die höchste Krone des königlichen Spiels beginnen. Mittlerweile sind beide Kontrahenten in Indien - der eine, um im Schoß der Familie den Akku vollends aufzuladen, der andere, um sich zu akklimatisieren. Vor seiner Abreise aus Bad Soden am Taunus, wo Anand sich mit seinem Team im Chess Tigers Training Center über Wochen vorbereitete, sprach Ulrich Stock von Die Zeit mit dem Champion. Entstanden ist ein ausführliches Interview, welches wir Ihnen in der Folge präsentieren. Des Weiteren hat auch Anands Sponsor NIIT eine Web-Aktion gestartet. Auf der Seite wish4vishy.com kann man dem Weltmeister sagen, was man ihm wünscht und mit etwas Glück sogar ein Ticket für die Weltmeisterschaft gewinnen.

Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Dr. Karsten Müller, GM Klaus Bischoff, GM Michael Prusikin, IM Dr. Erik Zude, FM Uwe Kersten, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit über 40 Kursen und mehr als 1.600 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick


„Hingehen, hinsetzen, gut spielen“
von Ulrich Stock - ZEIT ONLINE

ZEIT ONLINE: Herr Anand, mögen Sie uns etwas über das Trainingslager erzählen? Wie sieht so eine WM-Vorbereitung aus?

Viswanathan Anand: Man entwirft zunächst ein vollständiges Bild vom Gegner. Man fragt sich, was man erreichen will, auf welchem Gebiet man den Kampf sucht und wo die Probleme liegen. Und dann natürlich Fitnessübungen, Laufen, Schwimmen. Man arbeitet den ganzen Tag.

ZEIT ONLINE: Von neun bis fünf?

Anand: Ein bisschen länger schon.

ZEIT ONLINE: Das Wochenende frei?

Anand: Schachspieler kennen kein Wochenende.

ZEIT ONLINE: Und nun sind Sie in Form?

Anand: Ich bin zufrieden. Wir waren fleißig, es hat Spaß gemacht. Jetzt gönne ich mir eine kleine Pause und stimme mich zu Hause in Chennai auf den Kampf ein. Ich habe meinen Sohn ewig nicht gesehen. Akhil ist zweieinhalb, da gibt es einiges nachzuholen.

ZEIT ONLINE: Kann er schon Schach spielen?

Anand: Er weiß, wie die Figuren ziehen, und manchmal ziehen wir sie gemeinsam.

ZEIT ONLINE: Mit dem Wechsel vom Taunus in die Tropen kommen Sie klar?

Anand: Ich fliege eh dauernd hin und her, das macht mir nichts.

ZEIT ONLINE: Ihr Herausforderer hat sein Trainingscamp irgendwo in der Nähe von Chennai aufgeschlagen, um sich an die feuchte Hitze zu gewöhnen. Haben Sie das Klima auf Ihrer Seite?

Anand: Wo immer man spielt, muss man sich an die Umstände gewöhnen. Insofern ist das eigentlich egal. Jeder Spielort hat seine Vor- und Nachteile.

ZEIT ONLINE: Carlsen fürchtet gesundheitliche Probleme, Bakterien, Durchfall. Auf seinen Wunsch hin kann man sich bei dieser WM zwei Tage krankschreiben lassen. Was halten Sie davon?

Anand: Ich war nicht scharf darauf. Die Bedingungen in Chennai sind ausgezeichnet.

ZEIT ONLINE: Waren Sie jemals krank, wenn es drauf ankam?

Anand: Es kann einiges schiefgehen, aber krank war ich nie. Solange man einige Vorsichtsmaßnahmen trifft, hat man keine Probleme.

ZEIT ONLINE: Das Match wird in einem Fünfsternehotel ausgetragen, dem Hyatt Regency. Wie weit ist das von Ihrer Wohnung?

Anand: Zehn bis fünfzehn Minuten, je nach Verkehr.

ZEIT ONLINE: Wie finden Sie das, die Weltmeisterschaft vor der eigenen Haustür auszutragen?

Anand: Das ist sehr schön. Es hat viele Vorteile. Ich kenne den Spielort gut. Es ist meine Heimatstadt. Andererseits ist der Druck natürlich höher. Ich muss mich auf den Kern der Dinge konzentrieren und dabeibleiben.

ZEIT ONLINE: Warum haben Sie als Weltmeister so wenig in Indien gespielt? Fehlt es da an Geld, an Interesse?

Anand: Es gibt viel Schach in Indien, jede Menge Turniere. Aber manchmal braucht man einen Stimulus. Und vielleicht öffnet diese WM eine Tür.

ZEIT ONLINE: Was tun Sie für das indische Schach?

Anand: Ich arbeite für die Mind Champions Academy des Nationalen Institutes für Informationstechnologie, NIIT. Wir versuchen, Schach landesweit an die Schulen zu bringen. Das Projekt wurde 2002 gegründet. Seither haben wir anderthalb Millionen Schüler in mehr als 15.000 Schulen unterrichtet, auf dem Land wie in der Stadt. Es gibt ein richtiges Netzwerk der Schulen inzwischen. Darauf bin ich sehr stolz. Darüber hinaus haben zwei Bundesstaaten Schach zum Schulfach gemacht; aus einem, Tamil Nadu, komme ich. Dort wird unser Match stattfinden.

ZEIT ONLINE: Wie ist Ihr Verhältnis zu Magnus Carlsen?

Anand: Wir sind Rivalen. Davon abgesehen ist es ganz gut. Ich kenne ihn seit zehn Jahren.

ZEIT ONLINE: Der Herausforderer sieht sich als Favorit in diesem Kampf.

Anand: Die meisten Leute sehen das so. Aber ich werde mein Bestes geben.

„Hingehen, hinsetzen, gut spielen“

Bild © Eric van Reem / Bearbeitet von Mike Rosa

ZEIT ONLINE: Jugend trifft auf Erfahrung – wäre das eine gute Beschreibung des Kampfes?

Anand: Das ist offensichtlich. Jedes Match braucht einen Blickwinkel, unter dem man es sieht. Da Indien und Norwegen keine Atomraketen aufeinander richten, taugt das Politische nicht als Blickwinkel.

ZEIT ONLINE: Als Sie die WM 2012 in Moskau spielten, hatte Ihr Herausforderer Boris Gelfand eine schlechte Presse. Es hieß, er sei zu alt und kein starker Gegner. In diesem Jahr zeigt er allen, was er kann.

Anand: Ich finde es toll, wie er spielt. Nicht, dass er noch etwas zu beweisen hätte. Aber er brennt geradezu. Er hat das Tal Memorial gewonnen, das Aljechin Memorial und zuletzt den Grand Prix in Paris, unglaublich! Was man über ihn geschrieben hat: kompletter Unsinn.

ZEIT ONLINE: Gelfand zeigt, wie man mit Mitte vierzig noch mithalten kann. Sie haben es nun mit einem jungen Mann zu tun. Gibt das dem Kampf mehr Schärfe?

Anand: Carlsen hat seinen eigenen Stil, seine eigene Herangehensweise. Darauf muss ich mich einstellen. Aber das ist es dann auch. Das Wichtigste für mich ist: Hingehen, hinsetzen, gut spielen.

ZEIT ONLINE: Haben Sie sich auf Carlsen anders vorbereitet als auf Ihre bisherigen Gegner?

Anand: Es gab Veränderungen im Team. Zwei meiner Sekundanten sind weitergezogen. Aber was die Arbeit angeht: Man bereitet sich immer auf einen bestimmten Gegner vor, und so ist es jedes mal anders.

ZEIT ONLINE: Werden Ihre Freunde in Indien das Match verfolgen?

Anand: Ich hoffe das sehr. Schach galt in Indien lange als etwas, das anderswo spielt. Das ändert sich jetzt. Es ist der erste WM-Kampf in Indien. Meine Stadt und mein Land haben das Match hergeholt. Ich bin ihnen sehr dankbar dafür.

ZEIT ONLINE: Wie hat sich Ihre Einstellung zum Schach verändert? Spielen Sie heute anders als vor zehn oder zwanzig Jahren?

Anand: Vollkommen anders. Schon wegen der Computer-Revolution. Der Ansatz ändert sich ständig.

ZEIT ONLINE: Als Sie anfingen, gab es keine Datenbanken mit Millionen gespeicherter Partien.

Anand: Null. Früher haben wir uns vor der Partie ein Buch gegriffen, nach einer Idee gesucht und dann gesagt: Das probier' ich gleich mal aus. Heute unvorstellbar.

ZEIT ONLINE: Gilt das nur für die Eröffnung oder auch für Mittelspiel und Endspiel?

Anand: Für die Eröffnung sicherlich am meisten. Aber auch für andere Phasen der Partie. Sonst kämen nicht so viele starke Spieler aus Ländern ohne Schachtradition. Computer eröffnen den Zugang zum Spiel. Sie liefern die Informationen und erleichtern das Lernen. Was das Internet bewirkt, sieht man besten an der Zahl junger Spieler in den Top Ten.

ZEIT ONLINE: Aber Carlsen scheint sich vom Computer zu lösen. Die Eröffnungsvorbereitung bis ins Letzte ist ihm nicht wichtig.

Anand: Er hat seinen ganz eigenen Zugang. Aber auch dieser Zugang ist vom Computer beeinflusst. Weil einfach alle mit dem Computer arbeiten. Und wenn es nur um den Hintergrund geht: Der Computer ist immer da.

Zum Interview bei ZEIT ONLINE


wish4vishy.com


Folgende WM-Links empfehlen wir ferner:

Offizielle WM-Seite

"Schach-WM 2013 im Netz" (WM-Ankündigung der Chess Tigers)

Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)

Mate in Chennai - Der Champion ist fit (Bericht der Chess Tigers)

Anand Interview mit der Times of India

"Anand vs Carlsen: Das Duell (1-6)" (Serie bei ChessBase von Johannes Fischer)

Wenn Sie die WM auch via Twitter verfolgen wollen: WM 2013 bei Twitter

Wenn Sie die WM auch via Facebook verfolgen wollen: WM 2013 bei Facebook



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

Dieser Artikel wurde 4928 Mal aufgerufen.


Impressum     Datenschutz
Copyright © 2024 Chess Tigers Training Center GmbH / CTTC




















  


AKTIVE VEREINE
   VIU56 OSG Baden-Baden 1922
   VIU56 SC Vaterstetten.Grasbrunn
   VIU56 SC Frankfurt-West
   VIU56 SF Deizisau
   VIU56 SC Bad Soden
   VIU56 Wiesbadener SV 1885
  VIU56 1.Chess960 Club FM
   VIU49 Gütersloher Schachverein
   VIU41 Schachclub Dillingen
   VIU25 SC Eschborn 1974
   VIU24 SC Heusenstamm
   VIU15 SSV Vimaria 91 Weimar
   IU47 SK Gau-Algesheim
   IU45 SK 1980 Gernsheim
   IU45 Schachfreunde Kelkheim
   IU40 Schachverein Nürtingen
   IU38 Hamburger SK von 1830
   IU35 SV Kelsterbach
   IU33 Schachvereinigung 1920 Plettenberg
   IU32 Vorwärts Orient Mainz
   IU31 SK Bad Homburg 1927
   IU29 SC Turm Erfurt
   IU25 Schachfreunde 57 Stockstadt
   IU23 SC 1961 König Nied
   IU21 Multatuli Ingelheim
   IU20 SV Weidenau-Geisweid
   IU17 SV Muldental Wilkau Haßlau
   IU17 SV Breitenworbis

AKTIVE SCHULEN
   IU29 Anna-Schmidt-Schule Frankfurt
   IU22 Phorms-Schule-Frankfurt
   IU22 Schulkinderhaus GSS1 Schwalbach
   IU15 Geschwister-Scholl-Schule Schwalbach
   IU15 Französische Schule
   IU15 Europäische Schule Rhein-Main
   IU15 Europäische Schule Eurokids

INAKTIVE VEREINE
   SC 1979 Hattersheim
   Chess Kings / C4 Chess Club
   SV 1920 Hofheim
   Die SF Frankfurt 1921
   Schachfreunde Heidesheim 1956
   SV Fortschritt Oschatz
   SC Bad Nauheim
   SC Schalksmühle-Hülscheid 1959
   SV Post Memmingen
   FC Fasanerie-Nord
   SK Horb 1966
   Lübecker Schachverein von 1873
   SV Bannewitz
   Krefelder Schachklub Turm 1851
   TuS Brake 1896
   SC Röthenbach
   SV 1934 Ffm-Griesheim
   Vfl Gräfenhainichen
   Schachverein Ansfelden