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Anand und Carlsen unter Hochdruck - Kasparov darf nur zuschauen
Schwarz ist OK - In der 3.Partie ist Vishy Anand und in der 4.Partie Maggi Carlsen am Drücker
14.11.2013 - Als heute der Herausforderer Magnus Carlsen aus Norwegen gegen den 15.Schach-Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien mit der Wahl seiner Verteidigung gegen den Native-1.e4-Spieler "Spanisch - Berliner Mauer" den 13.Schach-Weltmeister Garry Kimovich Kasparov an sein Waterloo gegen den 14.Schach-Weltmeister Vladimir Kramnik freundlich erinnerte, wurde klar, dass der "16.Schachweltmeister in Spe" Magnus Carlsen eine Gruß-Botschaft an die Schachwelt loswerden wollte: "Seht her, ich habe dem großen Meister deutlich gezeigt, dass ich seine prinzipielle Hilfe nicht mehr brauche, um meine Strategie für meinen Wettkampf in Chennai zu fokussieren". Hatte doch im Jahre 2000 der Russe Vladimir Kramnik mit dieser genial simplen Eröffnungswahl dem größten Schachspieler aller Zeiten den Schneid beim WM-Kampf in London abgekauft und ihn ohne einen einzigen Partiesieg mit 2:0 bei 13 Remis (da ist schon wieder die Kasparovzahl 13) nach Hause geschickt. Beim WM-Kampf 2008 in Bonn hat dann der amtierende Weltmeister Anand extra 1.d4 erstmals strategisch angewandt, um sich an dieser Beton-Verteidigung nicht gleichermaßen den Kopf, wie es dem "Widder-Mann" Kasparov erging, einzurennen. Dass der 22-jährige Carlsen schon ziemlich gut die WM-Match-Strategie versteht, dabei überhaupt nicht rechthaberisch wirkt, sondern die Verteidigungen der Weltmeister mit der Wahl Caro Kann und Spanisch "Berlin Wall" anwendet, beeindruckt viele Schach-WM-Experten.

Website; Zeit-online "Die Geistermeister" von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
Website "Chessvibes" Peter Doggers

Physische und psychologische Spielchen - 3. Partie Schach-WM 2013

In der dritten Partie wiederholte Magnus Carlsen die Anfangszüge der 1.Partie und wich mit 4.c4 frühzeitig von seiner Doppelloch-Strategie (Läufer auf g2 und b2) ab, in der er in der Eröffnungspartie nach 16 Zügen mit dreifacher Stellungswiederholung sogar mit Weiß die Notbremse ziehen musste. Vishy hätte spielen können, aber ein Anfangsremis mit Schwarz ist der gewünschte Starterfolg gewesen. In der 2.Weißpartie brachte dann Schwarz mit subtilen Manövern seinen c8-Läufer nach d5, der dann den Reti, bzw. den katalanischen Läufer völlig neutralisierte und Schwarz begann die verbundenen Damenflügelbauern laufen zu lassen, nachdem er die weiße Dame in der h1-Garage parken ließ! Leider konnte er die optisch sehr vorteilhafte, gut aussehende Stellung, nicht zum Gewinn verdichten. Später in der Analyse wurde festgestellt, dass es doch keine klare Gewinnstellung zu sein scheint. Mit der Aussage in der Anand-Lounge "Close to win" wäre richtig gewesen, wenn Carlsen nicht so stark verteidigt hätte! Also "Black is OK", András Adorjàn aus Ungarn lässt schön grüßen.

Der WM-Kampf nimmt Fahrt auf - 4. Partie Schach-WM 2013

In der vierten Partie wiederholte der Weltmeister seinen Lieblingszug 1.e4 und Carlsen antwortete mit 1. ... e5 und nach a tempo gespielten Zügen stand nach dem Damentausch auf d8 die berühmt berüchtigte "Berliner Mauer" der Spanischen Partie auf dem Brett. An dieser Eröffnung, bzw. Verteidigung ist Garry Kimovich Kasparov im Jahre 2000 in London an seinem Nachfolger Vladimir Borisovich Kramnik gescheitert. Politisch sind viele Menschen an der Mauer umgekommen, schachlich ist es nicht gar so schrecklich, denn nur viele Spieler wechselten vom typischen 1.e4 Aufschlag, genauso wie der Architekt und der Bauherr der Verteidigung, Kramnik, zum 1.Sf3 oder klassischem 1.d4 Aufbau. Der amtierende Weltmeister Anand hatte dies sicher erwartet, allein durch die Aussage des Herausforderers er würde gerne "lange", also vielzügige Partien, spielen und auch die Experten bescheinigten ihm immer wieder, dass er sehr erfinderisch ist und es zu seiner Herangehensweise bei Endspielen gemacht hat. Am 21./22.Dezember 2013 steht das Thema "Doppelturm-Endspiele" auch bei einem Wochenendseminar mit GM Dr. Karsten Müller im Chess Tigers Training Center in Bad Soden im Taunus auf dem Programm und dieses aktuelle Beispiel aus "Anand -Carlsen 4.WM-Partie Chennai 2013" wird sicher nicht fehlen. In dieser Partie kam es zur Diskussion mit dem (nicht) vergifteten Bauer nach Lxa2, schauen Sie sich die zwei Diagramme an. Das sichere Wissen bzw. das unsichere Gefühl, dass diese Stellung gut für Schwarz ist, scheint erwiesen durch den Spielverlauf, aber ob die Computer nicht auch einmal irren können ist nicht restlos geklärt! Wir werden sehen, wenn beide diese Stellung noch einmal wiederholen, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind "ja", wenn nicht "nein". Auf alle Fälle, waren die Partie Nr.3 und diese Nr.4 nicht ganz fehlerfrei vorgetragen von den stärksten und innovativsten Großmeistern der Gegenwart, eine kleine Hoffnung auf das klassische Schach der Jetztzeit, aber in 500 Jahren wird keiner mehr über diese "einfältige" Auslegung des intelligentesten Spieles der Welt sprechen, sondern ganz natürlich zu James Robert (Bobby) Fischers Idee Chess960 übergegangen sein. Es wird kommen, was kommen muss!

Interaktion mit den Besuchern in Indien - Schach-WM 2013

Grußtafel im Hyatt Regency von Chennai
Hier schreiben die Besucher der Schachweltmeisterschaft - Chennai 2013 - jeden Tag die Tafel voll - ein schöner Gedanke, der die Grüße an Anand und Carlsen auf ein "Whiteboard" bringt!

Spanisch "Berliner Mauer" - 4. Partie Schach-WM 2013

4.Partie: Anand - Carlsen Position 1
Viele Experten hatten wieder 1.e4 von Vishy erwartet, aber Carlsen ließ die Diskussion weiter in "Caro Kann" nicht zu und wählte Vladimir Kramniks WM-Verteidigung gegen Garry Kasparov von London 2000 als Waffe aus!

Bild aus dem Zuschauerraum
Die 4.Partie: Anand - Carlsen - der Herausforderer Magnus Carlsen hält diese Position schon vorteilhaft für Schwarz, zumindest für ausgeglichen, Anand sagt dazu, er hätte einen Bauern eingestellt, von Opfer könnte man nur reden, wenn er die Partie gewonnen hätte - und dann noch nicht einmal, nach eingehender Analyse!

4.Partie: Anand - Carlsen - die Position 2
Vielleicht fängt ja jetzt eine "Online"-Auswertung unter den Zuschauern mit starken Rechnern an und die Spieler finden die bessere Behandlung im Internet.

4.Partie: Anand - Carlsen
Der Weltmeister aus Indien war unzufrieden mit seiner eigenen Strategie und sein Herausforderer zeigt jetzt schon sein wahres Gesicht - ich habe Zeit zu warten, bis Du mal überziehst!

1.Partie: Anand - Carlsen
"Close to win" war der einhellige Kommentar aus dem Carlsen-Team - eben beim Frühstück kolportierten die Experten "Winning after move 34", mit Turm 34. ... Td8 anstatt 34. ... Tf4+ wäre es für Weiß hoffnungslos geworden.

Garry Kimovich Kasparov
In diesem etwas zu kleinem Pressezentrum durfte der 13.Weltmeister der Schachgeschichte nicht "Hof" halten, am denkwürdigen 13.November 2013, es war ja Montag ein Ruhetag, so die Fide-Pressesprecherin Nasty Karlovich und in der 1.Reihe vor dem Glaskasten durfte er auch nicht "Auge in Auge" mit dem 15.Weltmeister aus Indien auf Intension vom Team-Anand hin sitzen. Doch die Bühne, die die fairen indischen Journalisten in der Lounge des Hyatt Regency ihm im 9,Stockwerk gaben war schon groß, der spaltende Ex-Weltmeister wirkt wie ein Kreisel, der sich um sich selbst dreht und seht im Mittelpunkt des Schachs, da lässt sich ein Artikel jedes mittelmäßigen Journalisten trotzdem gut verkaufen, ob dieser vornehmen Offenheit und der großen Diplomatie gegenüber dem Gastgeber Indien. Doch was die europäischen Medien, ausgenommen "Die Zeit" und "Chessvibes" ihm gaben, brachte ein indischer Geschäftsmann beim Abendessen auf den Punkt: "Wir brauchen ihn nicht in Indien, weder als Lautsprecher oder Besserwisser, noch als zukünftiger Fide-Präsident. Wir haben einen Anand, hinter dem wir gerne stehen, ohne dauernd von Kasparov zu hören, wie hoch seiner Meinung nach Anand gegen Carlsen verlieren wird. Sein egoistisches Auftreten ist nicht die adäquater Gegenleistung für unser demokratisches Land und unsere Gastfreundschaft.

Garry Kimovich Kasparov
Wörtliches Zitat aus der "Die Zeit" von Ulrich Stock (Lesen Sie mehr bei Zeit-Online) Für sein Unerwünschtsein gibt es mehrere, ganz unterschiedliche Gründe. Die Führung des Weltschachverbandes will Kasparow keine Bühne geben. Denn im kommenden Jahr will er Weltschachpräsident werden und die jetzige Führungsriege ablösen. Politik, so argumentieren die Amtsinhaber, habe auf einer Weltmeisterschaft nichts zu suchen. Man kann das unsouverän und undemokratisch finden. Ein weit besserer Grund ist Kasparows geschmackloser Auftritt vergangenes Jahr in Moskau, als Viswanathan Anand und Boris Gelfand um den Titel spielten, während er der versammelten Presse erklärte, dass hier ja nicht die besten Spieler gegeneinander anträten. Alle verstanden seine Botschaft: Ich, Garri Kasparow, war der Größte und werde immer der Größte gewesen sein. "Anand, Gelfand und Elefant" schrieben wir damals: Willkommen im Porzellanladen! Verständlich, dass der indische Schachverband ihn jetzt nicht im Pressezentrum sehen will, in dem er sonst bestimmt sehr willkommen gewesen wäre, als Botschafter der Tradition und König der Herzen. Wer sonst hat schon so schön kombiniert wie Garri Kasparow?

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